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Gesundheit und Katastrophenvorsorge für Bangladesch - Wie Frauen ihren Dörfern helfen

Die Menschen im Süden von Bangladesch sind immer wieder von Überschwemmungen betroffen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt deshalb ein Projekt, das Frauen zu Expertinnen in Gesundheitsfragen und Katastrophenvorsorge macht. So stärken die Frauen ihre Familien und können sie trotz der schwierigen Lebensbedingungen gesund erhalten.

Grafik: Eine Landkarte zeigt rot gekennzeichnet Bangladesch.

Region: Barisal und Khulna Division im Süden Bangladeschs
Laufzeit: November 2010 – Juli 2013
Projektvolumen: 803.620 Euro
Finanzierung: Deutsches Rotes Kreuz, Kanadisches Rotes Kreuz
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond

Alltagsleben unter schwierigen Bedingungen

Die Gebiete im Süden Bangladeschs sind für drei bis vier Monate im Jahr regelmäßig überschwemmt. Außerdem wird das Land immer wieder von schweren Zyklonen getroffen. Die dadurch entstehenden Ernteausfälle haben schlimme Folgen für den Ernährungszustand der Bevölkerung. Viele Menschen sind mangelernährt. Vor allem sind es Kinder, deren körperliche und geistige Entwicklung durch Mangelernährung gefährdet ist.

Das DRK möchte die Bevölkerung der Region unterstützen: So sollen die Menschen lernen, im Fall von Überschwemmungen richtig zu reagieren und sich auch unter schwierigen Bedingungen, dauerhaft gesund erhalten. Dazu werden Maßnahmen der Katastrophenvorsorge mit bestehenden Angeboten der Basisgesundheitsversorgung verknüpft.

Patenschaften für Hilfsprojekte - Langfristig helfen

Um das Ziel zu erreichen, werden sechs Gesundheitsstationen renoviert und in ihrer unmittelbaren Umgebung kleine Gemeindezentren gebaut. Die Zentren sind dabei der Mittelpunkt des Projekts, 18 umliegende Dörfer werden aktiv in die Arbeit einbezogen.

Hilfe bekommen und weitergeben

In den neuen Gemeindezentren trifft man sich zu verschiedenen Schulungen in den Bereichen Hygiene, Ernährung, Gesundheit und Katastrophenvorsorge. Die Zentren dienen ferner als Ort der Zusammenkunft verschiedener Selbsthilfegruppen, die sich über das Projekt hinaus den oben genannten Themen widmen werden.

Das Projekt bietet Hilfe zur Selbsthilfe, so dass die Menschen in den Dörfern besser auf die wiederkehrenden Überschwemmungen vorbereitet sind, sich im Katastrophenfall zunächst selbst versorgen und auch eine medizinische Erstversorgung vornehmen können. Ergänzt wird die individuelle Gesundheitsvorsorge durch die Leistungen der Gesundheitszentren, die auf Mutter-Kind-Gesundheit spezialisiert sind. 

So hilft Ihre Spende!

  • Mit 35 € können zehn Schulungen zu gesunder Ernährung durchgeführt werden.
  • Mit 130 € können fünf Erste-Hilfe-Kits in den Gemeinden bereitgestellt werden.
  • Mit 360 € kann eine Hebamme für ein halbes Jahr angestellt werden.

Die Zentren werden von einer Hebamme geleitet, die sich mit ihrem Team um große und kleine Patienten kümmert. Geburtshilfe, Vor- und Nachsorgeuntersuchungen bei Müttern, Beratungen zur Familienplanung und Impfungen für Kinder gehören genauso zum Repertoire der Gesundheitsstationen wie Erste Hilfe und die Behandlung leichter Erkrankungen und Verletzungen. Mütter werden außerdem in Fragen der Ernährung, des Wachstums und der Gewichtskontrolle ihrer Kinder beraten, damit diese sich gesund entwickeln.

In den sechs Gemeinden und den 18 umliegenden Dörfern kann das DRK etwa 60.000 Menschen erreichen, über die Hälfte von ihnen sind Frauen und Kleinkinder.

© Fotos: DRK, Karte: Geoatlas®

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