Verheerende Cholera-Epidemie in Simbabwe
In Simbabwe ist Ende 2008 eine Cholera-Epidemie ausgebrochen: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat sich die Seuche in zehn Provinzen sowie im angrenzenden Mosambik ausgebreitet und fordert täglich Opfer. Über 50.000 Menschen sind infiziert. Durch verschmutztes Wasser und unzureichendes Hygieneverhalten der Bevölkerung breitet sich der Cholera-Erreger rasend schnell aus. Werden die Erkrankten nicht sofort behandelt, können sie sterben.
Soforthilfe der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung
Anfang Dezember 2008 hat das Rote Kreuz 13 Tonnen medizinisches Material ins Land gebracht, darunter 4.000 Liter einer besonderen Salz-Zucker-Lösung zur Behandlung der Cholera-Fälle. Außerdem wurden Infusionen, Antibiotika, Spritzen, Plastikhandschuhe und frisches Wasser an Krankenhäuser verteilt. Chlorpräparate zur Wasseraufbereitung sowie 40.000 Flugblätter zur Aufklärung wurden ebenfalls verteilt.
Die Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich auf:
- Unterstützung bei der medizinischen Behandlung der an Cholera erkrankten Menschen
- Bereitstellung sauberen Wassers
- Aufklärung zur Vorbeugung gegen Ansteckung
Größter Rotkreuz-Einsatz seit dem Tsunami
Das DRK hat am 17.12.2008 zwei Trinkwasseranlagen nach Harare geflogen. Damit können täglich 40.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt wird. Diese Trinkwasseranlagen sind Teil einer der größten Hilfseinsätze des Roten Kreuzes seit dem Tsunami 2004: Sieben mobile Nothilfeeinheiten (drei Gesundheitsstation und vier Trinkwasser- und Sanitäreinheiten) werden aus acht Ländern nach Simbabwe gebracht. Nur mit vereinten Kräften kann die Cholera-Epidemie eingedämmt werden. Bitte unterstützen auch Sie uns mit Ihrer Spende!
Was ist Cholera
Cholera ist eine sehr gefährliche Durchfallerkrankung, die durch Bakterien verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch verschmutztes Wasser, bei direktem Hautkontakt und über verunreinigte Lebensmittel. Besonders in dicht besiedelten Gebieten ist die Ansteckungsgefahr sehr hoch. Wird Cholera nicht behandelt, kann der extreme Flüssigkeitsverlust zum Versagen lebenswichtiger Organe führen.
© Foto 1: Ufumeli / epa; Foto 2: DRK; Foto 3: Philimon Bulawayo / Reuters; Karte: Geoatlas®








