Sie sind hier: Weltweit » Afrika » Weitere Berichte » Lesotho: DRK-Präsident und Botschafterin gegen AIDS

Lesotho: DRK-Präsident und Botschafterin gegen AIDS

Maybrit Illner ist sichtlich bewegt. Spontan nimmt die deutsche TV-Moderatorin und DRK-Botschafterin die 37-jährige Mareitumetse Ramabeta aus Lesotho in den Arm. Die zierliche Afrikanerin hat ihr gerade erzählt, dass sie mit dem HI-Virus infiziert ist.

Erfahren hat es die junge Witwe, als sie mit dem jüngsten ihrer vier Kinder schwanger war - kurz bevor ihr Ehemann an Aids starb. "Es zerreißt einem das Herz zu sehen, wie hier alle Schicksalsschläge auf einmal zusammenkommen - ich frage mich, woraus diese Frau ihre Kraft schöpft", sagt Illner.

Als Botschafterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat sie gemeinsam mit DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters eine Inspektionsreise durch das von Südafrika umschlossene Gebirgskönigreich unternommen, das zu den ärmsten Regionen der Erde gehört.

"Aids löscht hier schleichend ganze Generationen aus", sagt Seiters. "Wir versuchen, den Erkrankten und den Waisen zu helfen und ihnen eine Stimme zu geben."

Knapp zwei Millionen Einwohner hat das Königreich von der Größe Schleswig-Holsteins - jeder Dritte trägt das tödliche Virus in sich. Täglich sterben im Schnitt etwa 70 Menschen an Aids. "Es ist eine Dauergeiselnahme", sagt Illner.

In Mohale's Hoek, im Süden des Landes, wütet das tödliche Virus in einer der idyllischsten Ecken der Welt: grüne Almen-Landschaften, soweit das Auge reicht. Umso unheimlicher wirkt die humanitäre Katastrophe - und ist nur schwer vermittelbar. Das DRK versucht, die Lebensgrundlagen der HIV-Infizierten zu verbessern. Effiziente und kostensparende Anbaumethoden sollen eine gesunde Ernährung sichern - eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Einnahme der lebensverlängernden Anti-retroviralen Medikamente (ARV).

Zudem hat sich das DRK auf die häusliche Pflege von HIV-Kranken sowie die Unterstützung der auf bis zu 120.000 geschätzten Aids-Waisen konzentriert. Schwer zugängliche abgelegene Gesundheitsposten, kaum Strom, kein fließend Wasser - die Arbeitsbedingungen sind alles andere als optimal. Aufklärung ist daher unabdingbar. Junge Theatertruppen etwa thematisieren die soziale Ausgrenzung der Aids-Waisen. Die von Betroffenen gegründete Theatergruppe «Bo Moreneng» hat die deutschen Besucher zu einer Kostprobe eingeladen, was bei Illner sichtlich Spuren hinterlässt: "Es war für mich emotional ein Schlüsselerlebnis", bekennt die Moderatorin später.

(19.02.2008)

So hilft meine Spende

  • Saatgut für 20 Euro ermöglicht es einer Familie, Bohnen, Mais und Getreide anzubauen. Damit kann sie sich langfristig ihre Nahrungsmittelversorgung sichern.
  • Mit 25 Euro kann das Rote Kreuz ein Waisenkind mit einer Schuluniform und mit 50 Euro mit Schulbüchern ausstatten.
  • Mit 45 Euro stellt das Rote Kreuz ein medizinisches Basis-Pflegeset für die Hausbesuche bereit, das unter anderem Verbandsmaterialien und Medikamente enthält.

zum Seitenanfang

 

Spendenkonto
41 41 41

Bank f. Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Stichwort: "Auslandshilfe"


Häufige Spenderfragen


Spenderservice-Tel.
01805 - 414004

(Festnetz: 14 Cent/min)
(Mobil: max. 42 Cent/min)

DZI-Spendensiegel

Folgen Sie dem DRK!

Facebook Twitter Youtube
RSS Blog Flickr