Demokratische Republik Kongo: Mit nur 5 Euro Malaria verhindern. Machen Sie mit!
Azizas Schicksal ist in Basoko und Umgebung kein Einzelfall. Basoko ist ein Stadtteil der Provinzhauptstadt Kindu, die im Herzen der Demokratischen Republik Kongo liegt. Malaria ist hier die am weitesten verbreitete Krankheit. 70 Prozent der Todesfälle in der Gegend um Kindu sind auf Malaria zurückzuführen. Im Durchschnitt ist hier jedes Kleinkind bis zu zehn Malaria-Anfällen pro Jahr ausgesetzt. Das feuchtheiße Klima im Kongobecken sowie Armut und Unwissenheit der Bevölkerung begünstigen die schnelle Verbreitung der Krankheit.
Erkrankung einfach zu vermeiden
Dabei kann eine Infizierung mit dem Malaria-Erreger durch die Verwendung eines mit Insektiziden imprägnierten Moskitonetzes einfach und sicher verhindert werden. Regelmäßig und sachgemäß angewendet, senken imprägnierte Moskitonetze die Sterblichkeitsrate um bis zu 20 Prozent. Einer Studie in Kenia zufolge konnte die Sterblichkeitsrate von Kleinkindern durch die Verwendung von imprägnierten Moskitonetzen sogar um 44 Prozent gesenkt werden.
Sperrt die Mücke aus
Die Rotkreuzhelfer, von denen Aziza über die Schutzmöglichkeit durch Moskitonetze erfuhr, gehören zu 30 Malaria-Aufklärern, die im Rahmen eines Malariaprojektes des Deutschen und Kongolesischen Roten Kreuzes ausgebildet worden sind. Sie ziehen von Haus zu Haus und von Schule zu Schule. Mit Liedern, Theaterstücken und einfachen Schautafeln zeigen sie den Menschen, welche Gefahren in unscheinbaren Mücken lauern und wie sie sich richtig schützen können. "Die Mücke sticht Euch nachts im Schlaf. Hängt ein Netz auf und sperrt sie aus", lautet der Refrain eines Liedes, mit dem Rotkreuzhelfer die Wirkung von Moskitonetzen erklären.
Einfache Verhaltensregeln die Leben retten
Die Aufklärungsarbeit ist ein zentraler Punkt für jedes wirksame Malaria-Präventionsprojekt. Ein Moskitonetz ist nur dann wirksam, wenn es richtig benutzt wird. Dazu muss man wissen, dass Malaria von Mücken übertragen wird und dass das Netz nur dann schützt, wenn man darunter schläft und das Netz nicht berührt. Es sind einfache Verhaltensregeln, die viel bewirken können. Für die meisten Menschen in Basoko ist dieses Wissen jedoch neu. Ziel der Aufklärungskampagne ist es, alle 15.000 Bewohner des Stadtteils ausreichend über Malaria zu informieren, damit sie sich wirksam schützen können.
Kostenlose Moskitonetze
Aziza, deren Einkommen aus dem Verkauf von gegrilltem Maniok gerade für ein sehr bescheidenes Essen pro Tag reicht, hätte sich ein Moskitonetz nicht leisten können. In der Gesundheitsstation des Roten Kreuzes erhält sie das Netz kostenlos. Seit Beginn des Projekts sind insgesamt 5.000 Moskitonetze vorwiegend an Schwangere, Stillende und Kinder unter fünf Jahren in Basoko kostenlos verteilt worden.
Das DRK plant, das Malaria-Projekt in Kindu weiterzuführen und auf andere Regionen in der Demokratischen Republik Kongo auszuweiten. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende!
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Europäische Allianz gegen Malaria.
(11.02.2007)






