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Überschwemmung in Afrika: Rotes Kreuz versorgt die Flutopfer

Unter anderem mit Planen, Decken, Kochutensilien, Nahrungsmitteln und Frischwasser versorgt das Rote Kreuz derzeit die Opfer der Flut in Afrika. In den kommenden Wochen soll die Hilfe ausgeweitet werden. Das Rote Kreuz ist dabei dringend auf Spenden angewiesen.
Offizielle Stellen gehen unterdessen von mehr als einer Million Betroffenen in 17 afrikanischen Staaten aus. Sorge bereiten den Helfern die knapper werdenden Nahrungsmittel und die schwierige medizinische Versorgung. Das Rote Kreuz warnt vor dem Ausbruch von Seuchen im Überschwemmungsgebiet, vor allem ein Anstieg der Malaria-Erkrankungen wird befürchtet.

Ghana: Erstversorgung und Evakuierung

Sehr schwer von der Flut betroffen ist Ghana. In dem westafrikanischen Land sollen nach Angaben des lokalen Roten Kreuzes mehr als 100.000 Menschen vor den Wassermassen auf der Flucht sein. Der Norden des Landes wurde unterdessen zum Katastrophengebiet erklärt. Nach Berichten von Augenzeugen sollen dort ganze Dörfer weggespült worden sein. Helfer des Ghanaischen Roten Kreuzes haben unmittelbar mit der Erstversorgung und Evakuierung der Flutopfer begonnen.
Der Norden Ghanas gilt als "Kornkammer" des Landes. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen wurde durch die Flut zerstört, tausende Hektar Ackerland fortgespült. Nach Einschätzung des Roten Kreuzes wird die für kommenden Mai erwartete Ernte ausfallen. Ohne langfristige Hilfe in der Region droht dort eine Hungersnot. Schätzungsweise 60.000 Menschen werden in den nächsten sechs Monaten vom Roten Kreuz versorgt.

Togo: Versorgung mit Nahrungsmitteln wird schwieriger

Im benachbarten Togo sind nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Wochen mindestens sieben Staudämme gebrochen, rund 30.000 Häuser wurden zerstört. Auch dort steht wertvolles Ackerland unter Wasser. Die Versorgung der Flutopfer vor allem mit Nahrungsmitteln wird zunehmend schwieriger. In der gesamten Region steigen die Preise für Lebensmittel.

Neben Ghana und Togo sind auch andere westafrikanische Staaten von den Regenmassen überrascht worden: große Schäden sind unter anderem in Mauretanien und Mali entstanden. Beide Länder leiden seit Jahrzenten immer wieder unter großer Dürre und sind auf solch schwere Überschwemmungen nicht vorbereitet.

Uganda, Ruanda und Sudan: Bürgerkriegsflüchtlinge stehen erneut vor dem Nichts

Im Osten Afrikas sind vor allem Uganda, Ruanda und der Sudan betroffen. Nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg haben die Menschen im Sudan und in Uganda erst vor Monaten mit dem Wiederaufbau ihre Dörfer begonnen. Viele von ihnen stehen jetzt erneut vor dem Nichts.
Besonders wichtig sind dort derzeit der Bau von Notunterkünften für die obdachlosen Familien und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Das Deutsche Rote Kreuz hat bereits eine Wasseraufbereitungsanlage für 20.000 Menschen ins sudanesische Katastrophengebiet geflogen.
Offizielle Stellen gehen von rund 300.000 Flutopfern in Uganda aus, rund 250.000 Menschen sollen im Sudan obdachlos geworden sein. In der Region mangelt es vor allem an Hubschraubern und Booten, um zu den Opfern vorzudringen.

(20.09.2007)

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