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Gesundheit für den Sudan - Ein Hoffnungsschimmer für Kassala

Durch die jahrelangen militärischen Konflikte in ihrem Land leben die Menschen in der Region Kassala im Norden des Sudan in äußerst armen Verhältnissen. Die Infrastruktur ist zusammengebrochen, große Dürren haben Ernten vernichtet. Seit einigen Jahren unterstützt das DRK zusammen mit dem Sudanesischen Roten Halbmond die Menschen der Region mit Basis-Gesundheitsstationen, Trinkwasser und Maßnahmen zur Ernährungssicherung.

Region: Kassala
Laufzeit: Oktober 2010 – März 2012
Projektvolumen: 465.000 Euro
Finanzierung: BMZ
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond

Alltagsleben unter schwierigen Bedingungen

In der Region Kassala leben besonders viele Nomaden. Ihr Leben ist von zahlreichen Entbehrungen geprägt. Es gibt nur sehr wenige Brunnen zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser, keinerlei Ackerbaumöglichkeiten und kaum Infrastruktur. Viele Weideflächen und Wege sind minenverseucht. Die Nahrungsgrundlage bildet Hirse, die gegen Vieh oder Holzkohle eingetauscht wird. Das nächste Krankenhaus ist mehrere Stunden entfernt.

Medizinische Hilfe

Malaria und Durchfallerkrankungen, Infektionskrankheiten der Atemwege und Unterernährung sind häufig im Sudan. Besonders Kinder sind betroffen. Auch die hohe Mütter- und Kindersterblichkeit sowie eine fehlende Geburtenkontrolle sind große Probleme. Um die dringendsten medizinischen Bedürfnisse zu decken, wurden bereits vier Gesundheitsstationen in einzelnen Dörfern errichtet, die auch von den Beja-Nomanden aufgesucht werden. Immer mehr Familien dieses Stammes werden sesshaft, darum werden nun drei weitere Stationen hinzukommen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Gründe für die vielen Probleme sind vielschichtig und komplex. Deshalb werden die medizinischen Maßnahmen durch andere Angebote ergänzt: So schult das Rote Kreuz Frauen im Anbau von Obst und Gemüse und bietet ihnen Kochunterricht an. Als Nomadinnen haben die Beja-Frauen ihre Familien traditionell mit Hirse und Milchprodukten ernährt. Die Schulungen in den Gärten werden darum mit sehr großem Interesse angenommen. Hier können die Frauen erfahren, wie man ausgewogene Mahlzeiten zubereitet, die vor allem für Kleinkinder besonders wichtig sind. In anderen Kursen lernen Frauen kunstvolle Korbwaren und selbstgeschneiderte Kleider, Männer Ziegelsteine für den Häuserbau herzustellen. Der Verkauf der Produkte hilft, das Einkommen der Familien zu sichern.

Aufklärungsmaßnahmen und Erste Hilfe

Neben den Einkommen schaffenden Maßnahmen ist auch die Vorbeugung von Krankheiten ein zentrales Thema, zu dem die Nomaden und die Bewohner der Dörfer informiert werden. Welche Gefahren bestehen, wenn man schmutziges Wasser verwendet? Mit welchen einfachen Hygienemaßnahmen kann man die Gesundheit der Familie verbessern? Diese und ähnliche Fragen werden von Rotkreuzfreiwilligen beantwortet und mit praktischen Übungen verdeutlich. Auch einfache Maßnahmen der Ersten Hilfe werden in kleinen Veranstaltungen in Theorie und Praxis vermittelt.

So hilft Ihre Spende!

  • Mit 35 € können wir eine Schulung für 15 Teilnehmer zu gesunder Ernährung oder Gesundheit anbieten.
  • Mit 130 € können wir sechs Erste-Hilfe-Kits in den Gemeinden bereitstellen.
  • Mit 470 € können wir eine Hebamme für ein halbes Jahr entlohnen.

Weitere Informationen zum Projekt

November 2011 Meldung aus dem Projekt

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Fotos: DRK/ Bäcker und Wilke, Karte: Geoatlas®

 

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Stichwort: "Auslandshilfe"


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