Dürre und Hunger bedrohen die Menschen am Horn von Afrika
Am Horn von Afrika, in Somalia, Kenia, Äthiopien und Djibouti sind über zehn Millionen Menschen von einer ungewöhnlich schweren Dürre betroffen. Somalis fliehen aus der Mitte und dem Süden des Lands über die Grenzen nach Äthiopien und Kenia – Länder, die selber mit den Folgen der Dürre kämpfen. Das Rote Kreuz versorgt die Menschen auf der Flucht mit Wasser, Nahrungsmitteln und medizinischer Hilfe.
Kenia: Mahlzeiten für Schulkinder
Rund 200.000 Schulkinder in über 300 Schulen werden für die Dauer der Dürre vom Roten Kreuz mit einer regelmäßigen Mahlzeit versorgt. Zusätzlich plant das Rote Kreuz, in 13 Distrikten Kenias die Wasserversorgung kurzfristig zu verbessern. Zu diesem Zweck werden große Wassertanks aufgefüllt, neue Rohrleitungen gelegt oder repariert sowie neue Brunnen gebohrt.
Christoph Müller, Leiter des DRK-Regionalbüros in Nairobi zur Situation vor Ort:
"Wir rechnen damit, dass diese massive humanitäre Krise noch ein halbes Jahr anhalten wird, weil die Wasser- und die Lebensmittelvorräte einfach total aufgebraucht sind. Deshalb wird es einige Zeit brauchen, bis sich die Situation entspannt. Deswegen ist zunächst die Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser wichtig, aber auch die medikamentöse Versorgung."
Somalia: Hilfe für unterernährte Kinder
An zehn Orten rund um die Hauptstadt Mogadischu werden Not-Ernährungszentren aufgebaut. Hier erhalten vor allem unterernährte Kinder einen sehr proteinreichen Brei, damit sie wieder zu Kräften kommen. Zudem suchen vierzehn mobile Teams Menschen auf dem Land auf, die zu schwach sind, um zu den Zentren zu gelangen. Das Rote Kreuz ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die in Somalia arbeiten kann. Über die Schwestergesellschaft, den Somalischen Roten Halbmond, kann Wasser verteilt werden und medizinische Hilfe an die wenigen Krankenhäuser gelangen. „Wir müssen auch den Menschen in Somalia selbst helfen. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit unserer Schwesterorganisation, dem Somalischen Roten Halbmond, kann das Rote Kreuz auch dort Nothilfe leisten.“ sagt Christoph Müller, Leiter des DRK- Regionalbüros in Nairobi.
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