Mosambik: Vorbereitet auf die nächste Katastrophe
Region: Zambezia – District Pebane
Laufzeit: September 2009 - November 2012
Projektvolumen: 194.524 Euro
Finanzierung: Spenden und Auswärtiges Amt
Partner: Mosambikanisches Rotes Kreuz
Die Bedrohung vor der Haustür
Stürme, Tsunamis und Überschwemmungen: Die Menschen in Mosambik leiden regelmäßig unter Naturkatastrophen. Die Küste des südafrikanischen Landes wird häufig von Zyklonen heimgesucht, dessen Windgeschwindigkeiten zu gravierenden Schäden mit vielen Opfern führen. Wirbelstürme über dem Indischen Ozean führen zudem zu Sturmfluten, die mit hohen Wellen die Küsten Mosambiks überströmen. Auch der Fluss Zambezi – einer der weltweit größten Ströme – bringt nicht nur Segen: Seine Überschwemmungen reißen jährlich tausende von Häusern mit sich und zerstören Felder. Menschen verlieren ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage.
Um die Menschen besser zu schützen, hat das Mosambikanische Rote Kreuz das DRK um Unterstützung gebeten. Die beiden nationalen Gesellschaften engagieren sich nun in der Katastrophenvorsorge und helfen zwei Gemeinden in Nordmosambik dabei, sich selbst zu helfen.
Engagierte Freiwillige schulen ihre Nachbarn
Namatacuane Preco ist 26 Jahre alt und Fischer. Seit mehreren Monaten engagiert er sich im Katastrophenvorsorgekomitee seines Dorfes, denn er will seine drei Kinder und seine Landsleute vor den Naturgewalten schützen. Zusammen mit etwa 40 anderen Helfern im District Pebane wurde er vom Roten Kreuz in Erster Hilfe und Katastrophenschutz ausgebildet. Er weiß jetzt, wie man das Risiko für eine Katastrophe einschätzt, Tiere und Gegenstände in Sicherheit bringt oder Menschen für die Evakuierung mobilisiert. Auch über Rettungs- und Hygienemaßnahmen sowie erste Schritte zum Wiederaufbau weiß er Bescheid.
Nun gibt er sein Wissen an die Bewohner seines Dorfes weiter. Er besucht zum Beispiel die Schulen seiner Gemeinde und klärt Lehrer wie Schüler über die Gefahren von Zyklonen und Tsunamis auf. Malwettbewerbe, Theaterstücke und Lieder helfen den Kindern, das Wissen mit Spaß zu festigen.
Gewappnet für den Notfall
Neben den Dorfkomitees hat das Rote Kreuz auch lokale Einsatzgruppen ausgebildet und ausgestattet. Die insgesamt 60 Freiwilligen sind zuständig für Rettungsmaßnahmen, Erste Hilfe und das Errichten von Notunterkünften. Durch Aufräummaßnahmen und Hygieneaufklärung beugen sie im Notfall zudem epidemischen Krankheiten vor.
Im Ernstfall müssen alle Handgriffe und Abläufe sitzen. Deshalb führen die lokalen Rotkreuzhelfer regelmäßig Simulationsübungen durch. Beim Training wird nicht nur die Bergung aus Trümmern geprobt, auch Wasserrettungsmaßnahmen stehen auf dem Programm. Unterstützung erhalten die Freiwilligen dabei von der mosambikanischen Marine.







