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Publikationen zur Rotkreuz-Geschichte

Deutsches Rotes Kreuz

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Riesenberger, Dieter: Das Deutsche Rote Kreuz. Eine Geschichte 1864-1990, Paderborn 2002. ISBN: 3-506-77260-0

Riesenbergers Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes umfasst eine Zeitspanne von fast 130 Jahren. Sie ist die erste große Gesamtdarstellung der Entwicklung des Roten Kreuzes, seiner vielfältigen Tätigkeiten und seiner Bedeutung in der bewegten Geschichte Deutschlands – vom Kaiserreich über zwei Weltkriege bis zur Wiedervereinigung 1990.

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Morgenbrod, Birgitt; Merkenich, Stephanie: Das Deutsche Rote Kreuz unter der NS-Diktatur 1933-1945, Paderborn 2008. ISBN: 978-3-506-76529-1

Die Frage nach der Rolle des Deutschen Roten Kreuzes in den Jahren 1933 bis 1945 ist in Forschung lange vernachlässigt und vom DRK verdrängt worden. Die im Auftrag des DRK-Präsidiums von den Historikerinnen Birgitt Morgenbrod und Stephanie Merkenich vorgelegte Untersuchung behandelt das Thema erstmals in umfassender Form.

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Wicke, Markus: SS und DRK. Das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes im nationalsozialistischen Herrschaftssystem 1937-1945, Potsdam 2002. ISBN: 3-8311-4125-8

Das Buch zeigt die Verzahnung von Heinrich Himmlers "Schutzstaffel" (SS) mit dem Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes zwischen 1937 und 1945. Als Ergebnis einer umfangreichen Quellenauswertung wird dokumentiert, wer die führenden SS-Männer waren, die seit 1937 die Geschicke des DRK lenkten und wie sie es in den folgenden Jahren schafften, die wichtigsten Positionen in der Führungsorganisation des Deutschen Roten Kreuzes mit Personal der SS zu besetzen.

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Seithe, Horst; Hagemann, Frauke: Das Deutsche Rote Kreuz im Dritten Reich (1933-1939). Mit einem Abriss seiner Geschichte in der Weimarer Republik, 2. unveränderte Auflage, Frankfurt a.M. 2001. ISBN: 978-3-925499-69-2

Mit der nationalsozialistischen Machtergreifung begann die Transformation des Deutschen Roten Kreuzes vom zivilen Wohlfahrtsverband zur nationalsozialistischen Sanitätsorganisation. Dieser Funktionswandel wird in seiner Komplexität historisch aufgearbeitet und diskutiert.

Poguntke, Peter: Gleichgeschaltet. Rotkreuzgemein-schaften im NS-Staat, Köln u.a. 2010. ISBN: 978-3-412-20463-1

Bislang waren Untersuchungen und Darstellungen zum DRK in der NS-Zeit weitgehend auf die Ebenen des Gesamtverbandes bzw. der Organisationsspitze beschränkt. Der Autor unternimmt nunmehr den Versuch, die NS-Auswirkungen für das DRK auf die Basis der Organisation, die Rotkreuzgemeinschaften, die einzelnen Mitglieder zu beziehen. In Sonderheit geht es ihm um den Grad der Akzeptanz der NS-Ideologie, vor allem ihre rassistischen Komponenten.
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Sandner, Harald: Hitlers Herzog. Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha. Die Biographie, Aachen 2010. ISBN: 978-3-86858-598-8

Das Buch bietet eine umfassende Darstellung der historischen Persönlichkeit des Herzogs Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha. Ab 1.12.1933 Präsident des DRK, ist sein Name eng mit der Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes in der NS-Zeit verbunden.
Hierauf geht Sandner näher ein, behandelt aber noch viele weitere Facetten von Leben und Wirken des Herzogs.
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Rotkreuzschwestern: die Pflegeprofis. Menschlichkeit – die Idee lebt, hg. Vom Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V., Hildesheim u.a. 2007. ISBN-10: 3487084678

Seit mehr als einem Jahrhundert helfen Rotkreuzschwestern Menschen in Not und bewähren sich in den unterschiedlichsten Situationen und Einsatzgebieten – in Deutschland und in der Welt. Durch persönliche Erinnerungen, Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Interviews werden ihre Erlebnisse dem Leser in dem vorliegenden Buch nahe gebracht. Das Buch ist eine vollständig überarbeitete und aktualisierte Fassung des in den 1960er Jahren erschienenen Buches „Der Ruf der Stunde. Schwestern unter dem Roten Kreuz“.

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Der Zukunft zugewandt. Die Vereinigung der beiden deutschen Rotkreuzgesellschaften. Gedanken und Erinnerungen an die Vereinigung vor 10 Jahren, hg. vom Deutschen Roten Kreuz, Präsidium, Bonn 2000.

Anlässlich des zehnten Jahrestages der Vereinigung der beiden deutschen Rotkreuzgesellschaften ist diese Dokumentation erschienen, in der alle Rotkreuzler, die maßgeblich den Vereinigungsprozess gestaltet und geprägt haben, mit ihren Gedanken und Erinnerungen vertreten sind. Im Anhang findet sich u.a. der Einigungsvertrag. Zu beziehen bei der DRK-Service GmbH.

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Zwei Gesellschaften – ein Gedanke. Erinnerungen an DRK-Arbeit in Ost und West 1945-1990, hg. vom Deutschen Roten Kreuz, Generalsekretariat, Berlin 2006.

Die Dokumentation spiegelt chronologisch die DRK-Arbeit in Ost und West von 1945 bis 1990 wider. Die Beiträge wurden aus authentischen Erzählungen und Berichten zusammengestellt. Zu beziehen bei der DRK-Service GmbH.

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Henry Dunant

Dunant, Henry: Eine Erinnerung an Solferino, hg. vom Schweizerischen Roten Kreuz, 2. Auflage, Bern 2002.

Es ist das Buch zur Rotkreuzgründung: In eindrucksvoller, drastisch-realistischer Weise werden Abläufe und Grauen der Schlacht, eines Krieges von Henry Dunant beschrieben.
Sodann kommt der Autor zum Hauptproblem - dem Mangel an ausgebildeten Hilfskräften. Dieser kann auch nicht durch die Hingabe besonders der vielen, spontan handelnden Frauen wettgemacht werden. Am Schluss entwickelt Dunant seine Ideen und Vorschläge, "... da nun einmal unglücklicherweise Kriege nicht immer verhindert werden können ..."
Insgesamt ein weit über die "Pflichtlektüre" für RotkreuzlerInnen hinaus lesenswertes Buch - obwohl oder gerade, weil es stark vom Stil seiner Zeit geprägt ist.
Zu beziehen bei der DRK-Service GmbH.

Dunant, Henry: Eine Erinnerung an Solferino. Das Buch am Anfang der Rotkreuzgeschichte, gelesen von Steffen Reiche (Hörbuch), 2006.

Steffen Reiche, der ehemalige Jugend- und Bildungsminister von Brandenburg, hat das Initialwerk der Rotkreuzgeschichte, die Erlebnisbeschreibung von Henry Dunant "Eine Erinnerung an Solferino", in Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald als Hörbuch eingespielt. Damit liegt das Werk - leicht gekürzt und um eine historische Einordnung ergänzt - erstmals auch in der modernen Präsentationsform der CD vor. Zu beziehen über den DRK-KV Fläming-Spreewald.

Kocher, Ethel; Amann, Hans: Henry Dunant. Sein wechselvolles Leben und seine erstaunlichen Visionen, hg. Vom Verein Henry-Dunant-Museum Heiden, Heiden 2003.

Das Büchlein bietet eine komprimierte Darstellung aller wesentlichen Phasen, Themen und Informationen zu Leben und Vorstellungen Dunants.
Zu beziehen über das Dunant-Museum in Heiden.

Hasler, Eveline: Der Zeitreisende. Die Visionen des Henri Dunant. Roman, Zürich 1994. ISBN-10: 3312001994

Eine der zahlreichen romanhaften Darstellungen von Leben und Schaffen Henry Dunants. Dabei ist sie stark faktenorientiert, enthält viele Schlüsselszenen und geht auf die Persönlichkeit und Charakterzüge Dunants ein.

Endraß, Elke: Der Wohltäter. Warum Henry Dunant das Rote Kreuz gründete, Berlin 2010. ISBN 3889812880

Das im 100. Todesjahr erschienene Werk ist flüssig geschrieben, übersichtlich und umfassend. Es zeigt Henry Dunant als "Mensch, Wohltäter, Visionär", dabei durchaus auch in kritischer Sicht. Konzentriert werden sämtliche wichtigen Phasen und Themen dargestellt, häufig mit prägnanten Zitaten unterlegt. Besonders lesenswert ist auch die Würdigung des Solferino-Buches von Dunant als "literarische Leistung". Der Anhang enthält Lebensdaten und eine kurze Biografie.

Riesenberger, Dieter; Riesenberger, Gisela: Rotes Kreuz und Weiße Fahne. Henry Dunant 1828-1910 – Der Mensch hinter seinem Werk / Mit einem Geleitwort von Rudolf Seiters, Bremen 2010. ISBN 3938275839

Das ebenfalls 2010 erschienene Werk besticht durch seine hohe fachlich-wissenschaftliche Qualität. Es ist relativ umfangreich und detailliert angelegt, dennoch gut lesbar. Mit seinen zahlreichen Zitaten erschließt es französischsprachiges Quellenmaterial - in guter Übersetzung - und ist damit eine Fundgrube für diejenigen, die sich näher und tiefer gehend mit Dunant beschäftigen wollen (dazu gehören die im Anhang veröffentlichten Teile aus Dunants düsterer Zukunftsprophezeiung "L'avenir sanglant"). Dies geht einher mit differenzierten Wertungen von Persönlichkeit und Positionen Dunants, u.a. und besonders interessant in Bezug auf die Friedensproblematik.

Giampiccoli, Franco: Henry Dunant. Der Gründer des Roten Kreuzes / Mit Geleitworten von Massimo Barra und Rudolf Seiters, Neukirchen-Vluyn 2009. ISBN 3761557221

Hierbei handelt es sich um eine relativ kompakte, moderne Darstellung. Sie ist gut lesbar und stark thematisch angelegt (z.T. in Exkursen). Dabei finden sich auch sehr interessante, häufig kaum (so) behandelte Bereiche wie der "feministische Horizont" Dunants oder sein (vorgebliches) Freimauertum.

Rotes Kreuz

Dempfer, Robert: Das Rote Kreuz. Von Helden im Rampenlicht und diskreten Helfern, Wien 2009. ISBN 978-3-552-06092-0

Das Rote Kreuz ist die wichtigste und bekannteste Hilfsorganisation der Welt. 100 Millionen Freiwillige und 500.000 hauptamtliche Mitarbeiter zählt die Organisation weltweit. Robert Dempfer, selbst seit vielen Jahren für das Rote Kreuz tätig, beschreibt in seinem Buch kompakt und informativ die Philosophie und die Strategien der NGO. Auch heikle Fragen werden nicht ausgespart: etwa ob die Helfer die Täter stärken dürfen, um die Opfer zu retten, oder über die Rolle des Roten Kreuzes in Diktaturen. Exemplarisch stellt Robert Dempfer Menschen vor, die sich für das Rote Kreuz engagieren: Ein Rettungsfahrer und ein Notfallsanitäter kommen hier ebenso zu Wort wie Bernard Kouchner, heute französischer Außenminister, der als Arzt viele Einsätze für das Rote Kreuz mitgemacht hat.

Riesenberger, Dieter: Für Humanität in Krieg und Frieden. Das Internationale Rote Kreuz 1863-1977, Göttingen 1992. ISBN/EAN: 3525013485

Das Buch ist die erste Geschichte des Internationalen Roten Kreuzes von der Gründung bis in die Gegenwart. Der Autor stellt die Entwicklung der Organisation dar, den Wandel im Selbstverständnis, die Ausweitung der Ziele und Aufgaben, die Vielfalt der Aktivitäten: für die Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen, in der Katastrophen- und Entwicklungshilfe, bei Friedenssuche und Friedensvermittlung.

Favez, Jean-Claude: Das Internationale Rote Kreuz und das Dritte Reich. War der Holocaust aufzuhalten? München 1989. ISBN: 3570093247

Seit Herbst 1942 verfügte das Internationale Rote Kreuz über ausreichende und unbezweifelbare Informationen über die Mordaktionen des Dritten Reiches. In seinem Aufsehen erregenden Buch geht der Genfer Historiker der Frage nach, weshalb das Internationale Rote Kreuz die Weltöffentlichkeit nicht bereits damals über das aufgeklärt hat, was in Deutschland vor sich ging. Warum hat das IKRK nicht schon damals Maßnahmen ergriffen, um den Massakern an den politisch und rassisch Verfolgten, vor allem der Ausrottung des europäischen Judentums im Dritten Reich und in den besetzten Gebieten Einhalt zu gebieten?

Krieger ohne Waffen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Zusammengestellt von Hans Magnus Enzensberger, Frankfurt a.M. 2001. ISBN-10: 3821845007

Als sich im Jahre 1863 ein paar Genfer Honoratioren trafen, konnte niemand ahnen, dass damit eine Institution auf den Plan trat, wie sie die Geschichte der Menschheit nie zuvor gekannt hat. Heute ist das IKRK ein weltumspannender humanitärer Konzern, der über ein Milliardenbudget verfügt. Seine einzigartige Stellung ist durch zahlreiche völkerrechtliche Konventionen verbürgt. Dieses Buch gibt Auskunft über den Ursprung, die Geschichte, die Erfahrungen und die Krisen des Komitees.

 

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