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Akiko Ito – Eine japanische Helferin seit 25 Jahren im Einsatz für die Menschheit

Akiko Ito

(c) Zambello/IFRC

"Seit ich Krankenschwester wurde, wusste ich, dass ich im Ausland arbeiten möchte. Ich wollte immer dort helfen, wo ich gebraucht werde. Auch wenn das bedeutet, dass ich weit von Zuhause weg arbeiten muss.", sagt Akiko Ito. Sie ist stellvertretende Leiterin des Bereiches für Internationale Medizinische Nothilfe und der Abteilung für Pflegedienst im japanischen Nagoya Dainim.

In der überfüllten Cafeteria des Rotkreuz-Krankenhausen Ishinomaki, ist ihre leise Stimme kaum zu hören. Nach der schwierigen Arbeit in den vergangenen zwei Monaten, steht ihr die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben. Dennoch strahlt sie Kraft und Ruhe aus.

Akiko ist eine der wichtigsten Akteurinnen in der Katastrophenhilfe des Japanischen Roten Kreuzes in Ishinomaki. Sie arbeitete nach dem Erdbeben vom 11. März in den am schlimmsten betroffenen Gebieten der Präfektur Iwate.

"Ich kam hier zwei Tage nach der Doppel-Katastrophe und fand im Krankenhaus ein furchtbares Chaos: Menschen schliefen auf dem Boden. Es mangelte an Betten für die Patienten und Evakuierten und zwischendurch fiel immer wieder der Strom aus.", erinnert sie sich. Einen Monat nach dem Erdbeben und dem Tsunami hatte sich die Arbeit im Krankenhaus Ishinomaki langsam wieder normalisiert. Mittlerweile kann Akiko nachts wieder einige Stunden schlafen.
"Es dauert lange, bis sich eine Situation wieder normalisiert. Als medizinische Koordinatorin bin ich für die Verwaltung der mobilen medizinischen Teams zuständig, die jeden Tag vom Krankenhaus aus in die Umgebung ausrücken, um private Haushalte und Evakuierungszentren medizinisch zu versorgen.“ Mein Arbeitstag beginnt um 6 Uhr morgens und endet selten vor Mitternacht ", sagt sie. "Es ist hart, aber es lohnt sich."

Nach ihrem Abschluss an der Rotkreuz-Krankenpflegeschule bewarb sich Akiko für einen Auslandseinsatz bei der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC). Ihr erster Einsatz führte sie nach Malaysia. "Ich kam 1988 auf der Insel Pulau Bidong an, wo Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften bei der Verwaltung der größten Flüchtlingslager in Malaysia halfen", sagt sie. Nach diesem Einsatz folgte weitere in Katastrophen- und Krisengebieten zwischen Asien und Afrika. Zwei Jahrzehnte arbeitet sie u. a in Projekten in Osttimor, Pakistan, Afghanistan, Kenia und Indonesien.

"Als Rotkreuzschwester zu arbeiten, hat mein Leben verändert. Ich habe so viele Orte gesehen und traf so viele Menschen in den vergangenen 25 Jahren. Ich kann mir meine Leben ohne diese Erfahrungen nicht vorstellen. Von jeder Person, die ich traf, habe ich viel gelernt. Vor allem ist mir heute klar, dass du bekommst, was du gibst.“

Nach so vielen Jahren im Einsatz ist es Zeit aufzuhören? Akiko lächelt, als sie diese Frage hört. "Nein. Ich habe gerade dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz gemeldet, dass ich wieder in den Auslandseinsatz gehen kann. Ich habe noch nie daran gedacht, nicht mehr weiterzumachen. Es ist gibt noch viel zu viel zu tun. "

10. May 2011. Alter: 3 Jahre
 
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