Positionen und Reden
Hier finden Sie Positionen des Deutschen Roten Kreuzes zu aktuellen politischen Entwicklungen sowie Grundsatzreden, Meinungsartikel und Kommentare.
Neuregelung zur Vertraulichen Geburt bedarf dringend der Verbesserung
Mit der Neuregelung der Vertraulichen Geburt sieht der Staat die bisher geduldete Praxis der anonymen Kindesabgabe in Babyklappen als nicht befriedigend und legte ein Gesetz vor, das schwangere Frauen und den beteiligten Fachkräften mehr Handlungssicherheit geben soll. Das DRK begrüßt grundlegend den Versuch, durch ein Gesetz ein Recht auf Leben und Gesundheit von Mutter und Kind und das Recht des Kindes auf Wissen über die eigene Herkunft zu verbinden.
Den aktuellen Entwurf zur erstmaligen Regelung zur Vertraulichen Geburt lehnt das DRK allerdings ab. Insbesondere das vorgeschlagene "Stufenmodell" einer umfassenden Schwangerschaftsberatung von hochgradig belasteten Frauen, die unkomplizierte Hilfen benötigen, wird als kritisch eingeschätzt: In der aktuellen Fassung ist die angestrebte niedrigschwellige und realistische Beratung von schwangeren Frauen in akuten Notsituation noch nicht verwirklicht. Mehr
Referentenentwurf zur Eltern- und Großelternzeit
Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt, dass das Thema „Zeit für Familien“ in den Fokus der Politik kommt. Die Ausweitung der möglichen Elternzeit bis zum 14. Lebensjahr des Kindes hatte das DRK bereits mit Nachdruck gefordert. Bei der Erweiterung der Großelternzeit sieht das DRK auch kritische Aspekte. Es muss verhindert werden, dass Großeltern zu Ausfallbürgen für fehlende Kitaplätze werden. Und die Politik muss über Anreize für Väter nachdenken, die Elternzeit ausgiebig zu nutzen. Hierdurch soll verhindert werden, dass Großmütter statt Vätern die Elternzeit übernehmen – und wegen herabgesetzter Rentenansprüche verstärkt dem Risiko der Altersarmut begegnen. mehr
Rotes Kreuz zur Lage der Flüchtlinge in und aus Nordafrika
Das Rote Kreuz ist sehr besorgt angesichts der sich verschlechternden humanitären Situation in Libyen und den benachbarten Ländern. Wir empfehlen, ein zeitnahes Handeln der Aufnahmeländer in Nordafrika und Europa mit Blick auf die enorme humanitäre Herausforderung und rufen die internationale Gemeinschaft auf, die Aufnahmeländer zu unterstützen. Mehr...
Regierungsentwurf des Bundeskinderschutzgesetzes
Das DRK begrüßt den vorliegenden Entwurf für das Bundeskinderschutzgesetz und ist der festen Überzeugung, dass die zu tätigenden Investitionen in den Kinderschutz die Kosten durch Gewalt und Vernachlässigung bei weitem aufwiegen. Beim Beratungsanspruch für (werdende) Mütter und Väter sowie für junge Menschen und in weiteren Punkten sieht das Rote Kreuz aber noch Nachbesserungsbedarf. mehr...
Kinder- und Jugendarmut in Deutschland
Das Deutsche Rote Kreuz sieht Arbeitslosigkeit als Hauptursache von Armut. Seit Januar 2005 hat sich laut Deutschem Kinderhilfswerk die Zahl der auf Sozialgeld oder Sozialhilfe angewiesenen Kinder auf mehr als 2,5 Millionen verdoppelt. Das Deutsche Rote Kreuz fordert deshalb ein Recht auf Ganztagsbetreuung für Kinder ab einem Jahr. Dazu gehört der bedarfsgerechte wohnortnahe Ausbau der Kindertagesbetreuung, insbesondere für Kinder unter 3 Jahren. Nur so können Alleinerziehende wieder Arbeit finden. mehr...
Freiwilliger Zivildienst / Bundesfreiwilligendienst
Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt die Initiative von Familienministerin Kristina Schröder, einen „Bundesfreiwilligendienst“ einzuführen, um die durch die Aussetzung der Wehrpflicht wegfallenden Zivildienststellen zu ersetzen. Bei der konkreten Ausgestaltung des Konzepts, insbesondere bei der geplanten staatlichen Steuerung des neuen Freiwilligendienstes sieht das DRK aber Nachbesserungsbedarf. mehr...
Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität – eine Positionierung
Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität gehören zu den Verletzlichsten unserer Gesellschaft. Daher setzt sich das DRK für verbesserte Lebensbedingungen dieser Menschen ein. In seiner jüngsten Positionierung fordert das DRK den Zugang zu den zentralen Lebens- und Versorgungsbereichen, der faktisch und rechtlich oft versperrt ist. Aus Furcht vor Offenlegung ihres Aufenthaltsstatus trauen sich schwangere Frauen und Kranke nicht zum Arzt zu gehen, Kinder gehen nicht in den Kindergarten oder zu Schule.
Die komplette Broschüre (pdf, 740 KB)
Das Rote Kreuz und der Klimawandel: Die Herausforderungen in sechs Punkten zusammengefasst
Bis 2015 wird die Zahl der Menschen, die von Naturkatastrophen betroffen sind, nach Rotkreuz-Berechnungen von 243 Millionen jährlich auf 375 Millionen Betroffene ansteigen. Daher fordert das Rote Kreuz, dass in Kopenhagen mindestens zehn Prozent der Gelder für die Klimawandel-Anpassung in Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge fließen müssen.
Film "Bespitzelt Springer", Stellungnahme DRK-Generalsekretariat
Zum ARD-Beitrag vom 28.10.2009, 23.15 Uhr
Das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes hat mit Betroffenheit zur Kenntnis genommen, dass einer der Mitarbeiter in eine Kampagne des SED-Regimes verwickelt war. Die Vorwürfe, die gegen diesen Mitarbeiter erhoben werden, waren bis zum Beginn der Recherchen so nicht bekannt.
Die Kriterien, die im Jahr 2000 bei der Einstellung des Mitarbeiters zugrunde lagen, richten sich nach den Urteilen des Bundesarbeitsgerichtes zu solchen Fällen. Der damalige Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Prof. Knut Ipsen, sah aufgrund der ihm vorliegenden Datenlage keinen Grund, die Einstellung abzulehnen.
Der betroffene Mitarbeiter befindet sich im Urlaub. Sein Fall wird zurzeit im Haus umfassend geprüft. Das DRK behält sich rechtliche Schritte vor.
Demografischer Wandel
Zur Bewältigung des Demografischen Wandels sind nach Überzeugung des Deutschen Roten Kreuzes mehr Zuwanderung und die bessere Förderung von Kindern und Familien dringend gefragt. Im Jahr 2010 werden voraussichtlich 30 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein, 2050 knapp die Hälfte. mehr...
Das Rotkreuzgesetz von Oktober 2008
Der Deutsche Bundestag hat am 16. Oktober 2008 das Gesetz zur Änderung von Vorschriften über das Deutsche Rote Kreuz verabschiedet. Es regelt vor allem die besondere Stellung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und bekräftigt seine außergewöhnliche Rolle im humanitären Bereich. mehr...
Die Grundsätze
Die sieben Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
- Menschlichkeit
- Unparteilichkeit
- Neutralität
- Unabhängigkeit
- Freiwilligkeit
- Einheit
- Universalität






