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Hurrikan Sandy: Schwere Verwüstungen, Tote und Verletzte

Zerstörte Straße in Haiti

Zerstörte Straße in Haiti. Foto: Österreichisches Rote Kreuz

Allein auf Haiti gab es nach den letzten Zahlen 52 Tote und 20 Verletzte durch den Hurrikan Sandy. 20 Menschen gelten aktuell als vermisst. Insgesamt gehen die haitianischen Behörden aktuell von über 90.000 Betroffenen aus. Der Sturm hat für weitflächige Überschwemmungen gesorgt, Häuser und Brücken zerstört und die Straßeninfrastruktur in Mitleidenschaft gezogen. Einige Städte und Dörfer stehen unter Wasser.

Hinzu kommen Schäden in der Landwirtschaft und in Fischereibetrieben, die einem großen Teil der Bevölkerung ihre Existenzsicherung gefährden. Die Überflutungen haben Teile der diesjährigen Ernte zerstört. Viele Fischerboote wurden durch den Sturm weggespült und Fischereimaterial zerstört.

Das DRK ist in fünf Projektgebieten über verschiedene Bezirke des Landes mit Projektstandorten präsent und mit eigenen Einsatzteams vor Ort. Seit Samstag verschaffen sich unsere Delegierten ein Bild von der Lage. Nachdem der konkrete Hilfsbedarf ermittelt wurde, werden weitere Maßnahmen durch das Rote Kreuz eingeleitet.

Den größten Bedarf sieht das DRK derzeit in der Ernährungssicherung sowie in der Cholera-Hilfe: Um gemeinsam mit den Menschen vor Ort ernährungssichernde Maßnahmen durchzuführen, werden voraussichtlich Saatgut, Boote und Fischereimaterial beschafft und verteilt.

Das DRK hat den Menschen in einer Notunterkunft bereits erste Hygiene-Sets verteilt. Hinsichtlich des erwarteten Anstiegs an Cholera-Fällen durch die Auswirkungen des Hurrikans Sandy werden noch weitere Hygiene-Sets, bestehend aus Wasserreinigungstabletten, Eimern und Seife benötigt.

Das DRK hat das Haitianische Rote Kreuz bereits mehrere Jahre vor dem Erdbeben unterstützt. Gegen Ende der Erdbebenoperation in 2013 besteht aufgrund der humanitären Lage vor Ort, insbesondere in Bezug auf Cholera, sowie wiederkehrende Naturkatastrophen weiterhin Bedarf an Spenden. Das DRK wird das Haitianische Rote Kreuz daher auch in den nächsten Jahren unterstützen.

Auch Kuba wurde schwer getroffen. Allein in der Ostprovinz Santiago de Cuba kamen neun Menschen ums Leben. Bisher wird von 15.000 komplett zerstörten Häusern ausgegangen. Weitere 43.000 Häuser sind ohne Dächer. Das regionale Interventionsteam der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes ist vor Ort und hat einen Nothilfeaufruf heraus gegeben. Helfen kann man jetzt vor allem mit Decken, sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und Notunterkünften. Die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten wird über Hygienevorkehrungen informiert und auf die Gefahr von Epidemien hingewiesen.

30. Oktober 2012 10:03 Uhr. Alter: 206 Tage
 

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