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Philippinen: Hilfe beim Wiederaufbau für die Opfer von Taifun Washi

Ende letzten Jahres wurden die Philippinen von einem schweren Taifun heimgesucht. Kurz vor Weihnachten überraschte Taifun Washi die Menschen in Mindanao und machte tausende Familien im Handstreich zu Obdachlosen. Tausende verloren in den Fluten ihr Heim und ihre Familie.

Auch Monate nach dem Ereignis bleibt die Situation angespannt. In einigen Stadtvierteln von Iligan gibt es noch immer kein Wasser und viele Abwasserkanäle sind noch verstopft mit Schlamm und Müll. Das DRK zusammen mit dem Philippinischen Roten Kreuz sowie dem Spanischen Roten Kreuz werden darum auch weiterhin die Betroffenen unterstützen.

Washi bringt flutartige Überschwemmungen

Auch fünf Monate nach den Überschwemmungen in Mindanao sind die Auswirkungen von Taifun Washi in Cagayan de Oro und Iligan noch sichtbar. Noch immer ist die Wasserversorgung der lokalen Bevölkerung problematisch und viele Menschen ballen sich weiterhin auf engem Raum, da ihre Häuser von den Fluten verschluckt wurden. Das Risiko der Verbreitung von Krankheiten ist daher weiterhin hoch.

Wiederherstellung der Wasserversorgungssysteme

Ziel ist es deshalb, zur Wiederherstellung der Wasserversorgung in Cagayan de Oro und Iligan beizutragen und dabei zu helfen, die Abwasserkanäle zu säubern. In der Übergangsphase werden die Wasserwerke von Iligan bei der Lieferung von Trinkwasser in die betroffenen Gebiete unterstützt. Bis Februar 2013 ist außerdem geplant, die Versorgung von über 4,000 betroffenen Haushalten mit sauberem Wasser wiederherzustellen. Mitglieder von besonders betroffenen Familien sollen zudem die Möglichkeit erhalten, als bezahlte Kurzzeitarbeiter bei der Säuberung der Abwasserkanäle und Reparatur der Wasserleitungen zu helfen. Somit ermöglichen die Aktivitäten den Betroffenen, einen Teil ihres Lebensunterhalts zu bestreiten und trotz ihrer Hilfsbedürftigkeit ihre Unabhängigkeit zu behalten.

Hygieneaufklärung auch weiterhin eine Priorität

Angesichts der anhaltenden Wasserknappheit und der weiterhin schlechten sanitären Bedingungen sind Hygieneaufklärungsmaßnahmen auch weiterhin eine Priorität. Vieles wurde in den vergangenen Monaten schon erreicht – und dennoch gibt es in verschiedenen Gemeinden noch Handlungsbedarf. Mit partizipatorischen Methoden werden über 7,000 Gemeindemitglieder in den folgenden Monaten ihr Wissen um die Hygienerisiken in ihrem Umfeld erweitern und relevante Maßnahmen bestimmen. Angeleitet werden sie dabei von Freiwilligen aus ihrer Nachbarschaft, die vom Philippinischen Roten Kreuz speziell dafür ausgebildet wurden.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Philippinischen und Spanischen Roten Kreuz realisiert und vom Amt für Humanitäre Hilfe und Zivilschutz der Europäischen Kommission (ECHO) sowie aus Spendenmitteln des DRK mit 920.000 Euro finanziert. Die Hilfsarbeiten in Mindanao werden noch bis Februar 2013 anhalten.

5. September 2012 14:34 Uhr. Alter: 259 Tage
 

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