Sie sind hier: Aktuelles » News » Syrien: Lage der Flüchtlinge verschlimmert sich

Syrien: Lage der Flüchtlinge verschlimmert sich

23. August 2012, 59/12

Die Flüchtlingssituation in Syrien und den Nachbarstaaten Jordanien, Türkei und Libanon hat sich in den letzten Tagen nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes deutlich verschlechtert. Flüchtlinge strömen aus dem Land und stellen eine schwere Belastung für die Nachbarstaaten dar. Am meisten leiden jedoch die 2,5 Millionen Menschen, die innerhalb Syriens auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Davon haben 1,2 Millionen ihr Zuhause verlassen müssen und kommen bei Gastfamilien oder in öffentlichen Gebäuden unter.

„In der vergangenen Woche kamen nahezu 10.000 Menschen nach Jordanien, über die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre“, sagt Frank Terhorst vom Deutschen Roten Kreuz aus Beirut. „Dazu kommen schätzungsweise weitere 50.000 Menschen, die nicht offiziell registriert sind.“

In Jordanien wurde zwar ein Flüchtlingslager errichtet, wo etwa 6.500 Menschen Zuflucht gefunden haben. Die meisten Familien kommen jedoch in Gastfamilien oder in rudimentär eingerichteten Wohnungen unter.

„Unsere Schwesterorganisation, der Jordanische Rote Halbmond, konzentriert ihre Hilfe auf genau diese Familien. Sie werden mit Lebensmitteln, Seife, Handtüchern und anderen Hilfsgütern unterstützt, damit die Flüchtlinge nicht eine zu hohe Belastung für sie darstellen“, sagt Terhorst.

Eine ähnliche Belastung erfahren zehntausende Familien innerhalb Syriens. Schätzungsweise 1,2 Millionen Syrer sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Auch sie kommen vor allem in Gastfamilien unter. Der Syrische Rote Halbmond, der mit über 10.000 Freiwilligen im Einsatz ist, ist die einzige Organisation, die flächendeckend in Syrien Hilfe leisten kann. Der Rote Halbmond versorgt die Menschen mit Hilfsgütern, Nahrungsmitteln und Wasser und leistet medizinische Hilfe in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden, wo die Flüchtlinge Unterkunft gefunden haben.

Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt seine Schwesterorganisation seit Beginn der Unruhen in Syrien. Neben Hilfsgütern für 5.000 Familien hilft das DRK dem Syrischen Roten Halbmond mit Ambulanzfahrzeugen und LKW, mit dem Aufbau von Lagerkapazitäten und weiteren Versorgungsmöglichkeiten, damit die lokalen Helfer besser die Notleidenden erreichen können. Frank Terhorst hat sich in den vergangenen Wochen in den Nachbarländern Syriens ein Bild von der Lage gemacht und steht für Interviews in Beirut zur Verfügung. Die DRK-Pressestelle vermittelt gerne den Kontakt. Für die Flüchtlingshilfe in und um Syrien ist das DRK auf Unterstützung angewiesen und bittet dringend um Spenden.

Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Flüchtlingshilfe (Syrien)
Online-Spende: www.DRK.de/onlinespende

Ansprechpartner
DRK-Pressestelle

Dr. Dieter Schütz
Pressesprecher
Tel. 030 85404 158
Mobil: 0162 – 200 20 29
schuetz@drk.de
 
Fredrik Barkenhammar
Pressereferent
Tel. 030 85404 155
Mobil: 0172-251 45 68
barkenhf@drk.de

23. August 2012 08:44 Uhr. Alter: 272 Tage
 

Spendenkonto
41 41 41

Bank f. Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00


Häufige Spenderfragen

 


DRK-Spenderservice
Postfach 450 259
12172 Berlin

spenderservice@DRK.de

 

DRK Newsletter

Email-Adresse:

DZI-Spendensiegel

Folgen Sie dem DRK!

Facebook Twitter Youtube
RSS Blog Newsletter