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Syrien bittet um Unterstützung bei medizinischer Versorgung

Die Internationale Förderation des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes (IFRC) hat einen Aufruf für Hilfen in Syrien in Höhe von 22,9 Millionen Euro veröffentlicht, um dem Syrischen Roten Halbmond bei der Unterstützung von 1,5 Millionen Betroffenen für zwölf Monate zur Seite zu stehen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt den Syrischen Roten Halbmond bei seinem Hilfseinsatz.

Die Gelder sollen den Syrischen Roten Halbmond dabei unterstützen, Hilfe bei der medizinischen Versorgung und für den Erhalt der Lebensgrundlagen zu leisten, sie sollen den Aufbau von Kapazitäten und die organisatorische Entwicklung in den Vordergrund stellen, um effiziente und rechtzeitige Hilfe für die Menschen in Syrien zu gewährleisten.

Vor 16 Monaten begannen die Unruhen in Syrien. Seitdem ist der Syrische Rote Halbmond rund um die Uhr im Einsatz, bildet Tausende Freiwillige aus und erlangt Zugang zu den schwer zu erreichenden Gemeinden, die sich inmitten der umkämpften Regionen befinden.

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli wurde der Freiwillige Khaled Khafaji während seines Einsatzes in einem Rettungswagen in Deir El Zour getötet. Das Deutsche Rote Kreuz verurteilt diese Tat und spricht der Familie und dem Syrischen Roten Halbmond sein tiefes Beileid aus. Das DRK fordert nachdrücklich den Schutz für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Syrischen Roten Halbmonds.

Aufgrund der steigenden Anzahl von Vertriebenen und durch die bewaffneten Auseinandersetzungen ist eine medizinische Grundversorgung für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet. Dort, wo diese noch existiert, fehlt es an ausreichendem medizinischen Material und Personal für die notwendigen Behandlungen. Der Syrische Rote Halbmond ist die einzige nationale Organisation in Syrien, die landesweit Rettungsdienste und Erste-Hilfe-Einsätze durchführt und sich damit landesweit um die Notfallversorgung von Verletzten und Kranken kümmern kann. Bei der andauernden Gewalt haben medizinische Notfallversorgung und Erste-Hilfe-Maßnahmen Priorität.

„In so schwierigen Zeiten wie diesen kommen wir als Bewegung zusammen und zeigen unsere Solidarität. Es ist jetzt wichtiger denn je, eng mit dem Syrischen Roten Halbmond zusammen zu arbeiten und ihm bei seinen laufenden Bemühungen um Unterstützung für alle Betroffenen dieser Krise zu helfen“, sagt Åsa Erika Jansson, IFRC Länderbeauftragte in Syrien.

Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet eng mit dem Syrischen Roten Halbmond zusammen, der als einzige große Hilfsorganisation mit etwa 10.000 Helfern im gesamten Land vertreten ist. Unter anderem wurden vom Deutschen Roten Kreuz drei Lastwagen und drei Ambulanzfahrzeuge zur Verfügung gestellt, um die Verteilung von Hilfsgütern und die Versorgung von Verwundeten zu verbessern. Die Fahrzeuge befinden sich zur Zeit noch im Nachbarland Libanon und werden in den nächsten Tagen in Richtung Damaskus starten.

Um die humanitäre Hilfe in Syrien weiterhin zu unterstützen, ist das DRK auf Spenden angewiesen.

17. Juli 2012 10:09 Uhr. Alter: 305 Tage
 

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