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DRK und ADAC starten europaweite Umfrage zu Erste-Hilfe-Kenntnissen

Berlin, 6. Juni 2012, 38/12

Erste Hilfe kann doch jeder? Leider nein, dies ist die Erfahrung von Deutschem Roten Kreuz (DRK) und ADAC. Schätzungen zufolge beherrscht ein Großteil der Autofahrer die wichtigsten lebensrettenden Sofortmaßnahmen nicht. Jetzt wollen Rotes Kreuz und Gelber Engel es genau wissen. In der EuroTest-Studie werden die Ersthelfer-Kenntnisse von Autofahrern überprüft. Automobilclubs und Rotkreuzgesellschaften aus 14 Ländern sind beteiligt. In Deutschland gibt es vier Test-Standorte. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2013 veröffentlicht.  

DRK-Präsident Seiters sagt zum Auftakt der Studie: „Meine Generation musste zum Führerscheinerwerb noch gar keinen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Das wurde erst 1968 Pflicht. In der Hälfte der EU-Staaten ist das bis heute nicht der Fall. Und selbst wer einen Kurs besucht hat, vergisst das Gelernte in der Regel schnell wieder – und steht bei einem Verkehrs- oder Haushaltsunfall hilflos da. Das hat fatale Folgen, denn die ersten Minuten nach einem Unfall entscheiden oft über Leben und Tod. Wir brauchen belastbare Zahlen, um hier politisch etwas bewirken zu können.“

200 Führerscheininhaber werden in Deutschland von ADAC und DRK in den kommenden Wochen zu einem Erste-Hilfe-Test gebeten. Hier geht es um theoretisches Wissen und praktisches Können. Test-Stationen gibt es am Sachsenring (Sachsen), in einem Einkaufzentrum in Leinefelde-Worbis (Thüringen), in der Borkener Innenstadt (Nordrhein-Westfalen) und in der Autobahn-Raststätte Sindelfinger Wald (Baden-Württemberg).

Auf europäischer Ebene findet die Erhebung in Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Schweiz, Dänemark, Tschechien, Belgien, Portugal, Slowenien, Finnland, Serbien und Kroatien statt. Insgesamt werden 2.800 Testpersonen befragt.    

Die Ergebnisse werden im März 2013 von ADAC und DRK gemeinsam veröffentlicht.



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6. Juni 2012 12:31 Uhr. Alter: 1 Jahre
 

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