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Bangladesch: Auf den Ernstfall vorbereitet

Rotkreuz-Mitarbeiterin Nasrin (Foto: DRK)

72 Stunden - so lange kann es unter Umständen dauern, bis Hilfe von außen in den Überschwemmungsgebieten ankommt. Darum besuchen Mitarbeiter des Roten Kreuzes die einzelnen Dörfer und erklären, wie sich die Bewohner auf die Katastrophe vorbereiten können. Eine dieser Mitarbeiterinnen ist Nasrin. Sie berichtet über eines der ersten Arbeitstreffen:

In der noch sehr traditionell geprägten Gesellschaft der Dörfer passen die Frauen auf ihre Kinder auf. Kleinkinder und Babys werden getragen. Darum können sich diese Frauen im Falle einer Überschwemmung schwerer in Sicherheit bringen. Die meisten Frauen können nicht schwimmen.
Viele der Männer halten sich in größeren Städten auf, um dort den Lebensunterhalt für ihre Familien zu erwirtschaften. Sie arbeiten beispielsweise in der Bekleidungsindustrie. Dadurch sind sie allerdings häufig monatelang von Frau und Kindern getrennt und können ihnen im Katastrophenfall nicht helfen. Aus diesen Gründen wollen wir uns besonders auf Frauen konzentrieren und sie in den Mittelpunkt unseres Projektes stellen.

Erst schauen wir uns das jeweilige Dorf gemeinsam mit einigen Gemeindemitgliedern an und überlegen gemeinsam, welche Risiken bestehen. Gibt es zum Beispiel Bereiche, wo die Überschwemmungen immer wieder besonders schlimm sind und darum eine erhebliche Gefahr bedeuten? Insgesamt geht es uns darum, die Dorfbewohner aufzuklären und sie handlungsfähig zu machen. Das erreichen wir beispielsweise mit Erste-Hilfe-Trainings und dem Einrichten von Frühwarnsystemen. Denn wer früh über eine Gefahr informiert ist, kann sich schützen. Weitere Maßnahmen wie zum Beispiel die Ausbildung von Gesundheitshelfern werden gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt.

28. June 2011 16:25 Uhr. Alter: 3 Jahre
 
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