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Peru: Erdbebenresistente Häuser und Risikoreduzierung

Dorfbewohner formen Lehmziegel für den Wiederaufbau ihrer Häuser. (Foto: DRK/ Leona Keyl)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt ein Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Peru. Gemeinsam mit dem Peruanischen Roten Kreuz errichtet das DRK in der Gemeinde Huamani 41 erdbebenresistente Unterkünfte für Familien, die ihre Häuser durch das Erdbeben im Jahr 2007 verloren hatten.

Das Erdbeben, welches am 15. August 2007 die Region um Ica mit einer Stärke von 8,0 auf der Richterskala heimsuchte, forderte 500 Menschenleben. 200.000 Menschen waren betroffen, mehr als 16.000 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt, 100 von diesen in der Gemeinde Huamaní.

Die für die Häuser des Projektes eingesetzten Baumaterialien, die traditionellen Lehmziegel, werden von der Bevölkerung selber hergestellt. Die Häuser werden zusätzlich mit einem bestimmten Polyester-Netzwerk (Geomalla) durchzogen, das die Konstruktion erdbebenresistenter macht. Außerdem besitzen die neuen Unterkünfte verbesserte, energieeffiziente Küchen, die den Verbrauch an Brennholz reduzieren.

Die Baumaßnahmen werden von der Bevölkerung, unter Anleitung eines professionellen Ingenieurs des DRK, selber durchgeführt. Entschädigt werden sie für ihre Arbeit in Form von Mahlzeiten. Die Konstruktion der Häuser wird von einer Reihe von Workshops begleitet, um die Bevölkerung auf den Umgang mit zukünftigen Naturkatastrophen und Risiken vorzubereiten.

Das Projekt begann im Januar 2009 und endet im Mai 2011. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit stellte für das Projekt knapp 100.000 Euro zur Verfügung. Weitere 35.000 Euro wurden aus Spendengeldern in das Projekt investiert.

20. April 2011 11:12 Uhr. Alter: 3 Jahre
 
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