Sie sind hier: Aktuelles » News » Japan: Das Rote Kreuz hilft Tsunami-Überlebenden beim Umzug in Notunterkünfte

Japan: Das Rote Kreuz hilft Tsunami-Überlebenden beim Umzug in Notunterkünfte

Kimie Yamada mit ihren Töchtern vor ihrem neuen Fertighaus. (c) IFRC Kathy Mueller

Kimie Yamada zeigt auf das kleine Mehrfamilienhaus, wo sie noch im letzten Monat mit ihren zwei kleinen Töchtern zu Hause war. Heute sind nur noch das Fundament und ein paar Wände übrig. In der Stadt Rikuzentakata blieb nach dem Tsunami am 11. März kaum ein Haus stehen. Von den Nachbarhäusern sind nicht mal mehr die Wände übrig geblieben. Nur das Fundament ist noch zu erkennen.

Kimie Yamada ist Grundschullehrin. Sie unterrichtete ihre Klasse, als das Erdbeben die Stadt erschütterte. Sofort machte sie sich mit ihren Schülern auf den Weg zu einem höher gelegenen Punkt der Stadt. Auf dem Weg zu diesem sicheren Ort traf die Lehrerin auf eine ältere behinderte Frau, die nicht mehr gehen konnte. Kimie trug sie auf ihrem Rücken bis auf die sichere Anhöhe. Für sie ist diese Geste selbstverständlich. "Jeder hat sich gegenseitig unterstützt", sagt sie schüchtern.

Seit dem 11. März lebt die junge Lehrerin mit ihren Töchtern bei ihren Eltern. Die kleine Wohnung der Eltern ist aber überfüllt. Kimie hat das Gefühl die Eltern zu belasten. Sie wurde nun als eine der ersten ausgewählt, in ein neu gebautes Fertighaus zu ziehen. Die japanische Regierung baut 70.000 dieser Häuser in den drei vom Erdbeben und Tsunami am schwersten betroffenen Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima. Das Japanische Rote Kreuz stellt für die 70.000 Häuser eine Grundausstattung an elektrischen Geräten zur Verfügung. 280.000 Menschen profitieren von dieser Hilfe.

"Wir haben viele Spenden von anderen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften auf der ganzen Welt erhalten", sagt Atsuhiko Hata, Sprecher des Japanischen Roten Kreuzes. "Wir wollen diese Spenden verwenden, um die Bedürfnisse der Tsunami-Überlebenden zu erfüllen. Die elektrischen Geräte bieten das erforderliche Minimum, um ein neues Leben beginnen." Die Geräte, darunter Warmwasserboiler, Reiskocher und Waschmaschinen helfen dabei aus den Übergangshäusern ein Zuhause zu machen.

"Ich freue mich darauf in diesem Haus zu leben", sagt die 13-Jährige Tochter Yuma. "Es ist schön und sauber." Ihre jüngere Schwester Ayane freut sich, das sie nun wieder die Lieblingsspeise ihrer Mutter kochen kann - Lasagne. Kimie Yamada freut sich darauf wieder schlafen zu können. Etwas, das ihr seit dem Tsunami sehr schwer fällt. Sie ist besorgt über ihre Töchter. Die zehnjährige Ayane beginnt zu hyperventilieren, wenn die Region wieder einmal von einem der starken Nachbeben getroffen wird. Aber mit dem Umzug in die neuausgestatteten Häuser sieht sie ihre Zukunft wieder etwas positiver.

"Ich bin all jenen sehr dankbar, die gespendet haben und das Rote Kreuz unterstützen. Ich hoffe das eines Tages erwidern zu können. Ich weiß nicht, wie ich meine Dankbarkeit auszudrücken kann. Worte sind nicht genug. "

18. April 2011 13:41 Uhr. Alter: 1 Jahre
 

Spendenkonto
41 41 41

Bank f. Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00


Häufige Spenderfragen


DRK-Spenderservice
Postfach 450 259
12172 Berlin

E-Mail: spenderservice@DRK.de

DZI-Spendensiegel

Folgen Sie dem DRK!

Facebook Twitter Youtube
RSS Blog Flickr