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Libyen und Tunesien: Kontakt zu Angehörigen schaffen

Ein Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes hilft bei der Kontaktaufnahme zu Angehörigen.

Ein Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes hilft Flüchtlingen bei der Kontaktaufnahme zu Angehörigen. © ICRC / Getty Images / Mathias Depardon

Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterstützt Menschen, die den Kontakt zu Ihren Familienangehörigen aufgrund der Unruhen in Libyen verloren haben.

Der Tunesische und der Ägyptische Rote Halbmond konnten bislang über 3.000 Personen durch die Vermittlung von Telefongesprächen helfen. Hierdurch konnten getrennte Familienangehörige wieder in Kontakt zueinander treten und Informationen über ihren Aufenthaltsort und ihr Wohlergehen austauschen.

Ein Suchdienstmitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes ist nach Malta gereist, um das Maltesische Rote Kreuz in Suchdienstfragen zu beraten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat ebenfalls Suchdienst-Experten nach Tunesien und Libyen entsandt, um die Wiederherstellung familiärer Kontakte (Restoring Family Links) für Menschen im Krisengebiet zu koordinieren.

Der DRK-Suchdienst berät Familien in Deutschland, die Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben. Kontaktinformationen finden Sie hier. Eine aktive Suche ist derzeit leider noch nicht möglich.

Lage in Libyen weiterhin angespannt

Unterdessen unterstützen die vier nach Bengasi entsandten DRK-Delegierten das medizinische Personal in einem Krankenhaus bei der Versorgung von Verletzten. Heike Dirschau, die seit vergangener Woche als Krankenschwester in Libyen im Einsatz ist, berichtet über ihre Arbeit in Bengasi: „ Die Menschen gehen sehr gut mit der Situation um, sie versuchen trotz der Kämpfe im Land ein normales Leben weiterzuleben. Wir sehen in den Krankenhäusern einige Verletzte und bereiten uns auf einen mögliches Ansteigen des Patientenaufkommens vor.“

Die Lage an der tunesisch-libyschen Grenze hat sich unterdessen am Wochenende stabilisiert. Holger Schmidt, DRK-Delegierter an der tunesischen Grenze berichtet: „Momentan kommen weniger Menschen über die Grenze. Ihre Versorgung auf tunesischer Seite ist mittlerweile gesichert.“ Die Entwicklung der Situation an der Grenze wird aber weiterhin genau beobachtet.

7. März 2011 12:57 Uhr. Alter: 1 Jahre
 

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