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Haiti: Viel Leben auf der Kinderstation

Foto: Portrait von Patricia Möller.

Patricia Möller arbeitete als Krankenschwester im mobilen DRK-Hospital in Carrefour.

Foto: Acht DRK-Helfer in einem Zelt mit Luftballons.

Ein starkes Team: Das medizinische Team auf der Krankenstation des Hospitals leistet ganze Arbeit.

Foto: Portrait eines Säuglings.

Auf der Kinderstation des Hospitals können sich die kleinen Patienten gut erholen.

Foto: Zwei Säugling in Decken gewickelt.

Thaina und Thassaina müssen durch zusätzliche Hilfe mit Milch versorgt werden.

Auf der Kinderstation herrscht reges Treiben“, sagt Patricia Möller. Nach dem schweren Erdbeben in Haiti hat die Krankenschwester einen Monat lang auf der Kinderstation des mobilen DRK-Hospitals in Carrefour gearbeitet. Heute erzählt sie von ihrem Einsatz.

Die 20 Betten sind fast immer voll belegt. „Werden am Tage Kinder entlassen, sind die Betten bis zum Abend meist wieder neu belegt“, sagt die Kinderkrankenschwester. „Unser Team, das aus zwei Kinderärzten, drei Schwestern und einer DRK-Kinderkrankenschwester besteht, hat also alle Hände voll zu tun.“

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Von drei der vielen kleinen Patienten berichtet Patricia Möller genauer:

Lovena

Lovena ist ein einjähriges Mädchen. Ihre Mutter wurde durch das Erdbeben schwer verletzt und liegt in einem weiter entfernten Krankenhaus. Weil ihr Vater bei der Mutter blieb, um sich um sie zu kümmern, wurde Lovena zunächst von ihren Großeltern betreut. Sie waren damit überfordert und brachten Lovena ins DRK-Krankenhaus.

Lovena ging es lange sehr schlecht, sie war stark unterernährt und völlig apathisch. „Ganz langsam erholt sie sich und jeden Tag sind dank der großen Fürsorge und Liebe aller Mitarbeiter neue Fortschritte zu erkennen. Heute ist sie schon ein richtig fröhliches Mädchen und der größte Schatz der Station“, erzählt Patricia Möller.

Thaina und Thassaina

Die beiden Zwillinge sind Frühgeburten und im Kreißsaal des Krankenhauses zur Welt gekommen. Thaina, die Zweite, hatte einen schweren Start. Das gynäkologische Team hatte schon alles für einen Notkaiserschnitt bereitgestellt, konnte sie dann aber doch auf normalem Weg entbinden. Die Geburt hat Thaina sehr belastet, so dass sie eigentlich eine Atemhilfe benötigt hätte.

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„Erstaunlicherweise hat sie sich innerhalb von 48 Stunden mit Hilfe von Medikamenten und Sauerstoffvorlage auf der Intensivstation erholt“, sagt die Kinderkrankenschwester. „Die Mutter ist nun überglücklich mit ihren beiden süßen Mädchen.“ Sie wird noch einige Wochen auf der Kinderstation bleiben müssen, da die beiden Kinder noch nicht selbstständig trinken können. „Jetzt heißt es Geduld haben, bis die Mädchen deutlich an Gewicht zugelegt haben und kräftig genug sind, eigenständig zu trinken. Nur so haben sie eine Überlebenschance außerhalb des Krankenhauses.“

Das mobile Krankenhaus des DRK ist derzeit die einzige Anlaufstelle für die Menschen westlich von Port-au-Prince, denn das Gesundheitszentrum in Carrefour ist völlig zerstört. Das Deutsche Rote Kreuz wird deshalb ein neues Krankenhaus bauen.

>> Lesen Sie hier mehr über den Wiederaufbauplan des DRK

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19. April 2010 12:00 Uhr. Alter: 2 Jahre
 

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