Festakt in der italienischen Botschaft in Berlin

- Festakt 150 Jahre Solferino. Von Links: historische Kleidung, Dr. Rudolf Seiters, DRK-Präsident, Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, Gesandte Maria Letizia Puglisi, Geschäftsträgerin a.i. der italienischen Botschaft, Dr. Jakob Kellenberger, Präsident des internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Dr. Christian Blickensdorfer, Botschafter der schweizerischen Eidgenossenschaft und Günter Nooke, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe.
Auf italienischem Hoheitsgebiet feierten am Donnerstag, den 25. Juni 2009, über 140 Gäste aus Politik und Gesellschaft die Gründungsidee des Roten Kreuzes vor 150 Jahren, darunter Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Die italienische Botschaft in Berlin hatte ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit der Schweizer Botschaft und dem Deutschen Roten Kreuz zu dem Festakt eingeladen.
1859 schuf der Schweizer Henry Dunant unter den Eindrücken der Schlacht von Solferino in Italien das Rote Kreuz. Er war entsetzt über die Brutalität und die Zustände auf dem Schlachtfeld und versorgte gemeinsam mit Zivilisten die Kriegsopfer nach dem Maß der Not – egal ob Freund oder Feind, Opfer oder Täter.

- So sah die Kleidung früher aus. Anlässlich des Jubiläums wurde sie auf dem Festakt nachgestellt.
„Krieg und Gewalt prägen auch 150 Jahre nach der Schlacht von Solferino die Realität. So beeindruckend und ermutigend die Erfolge der Rotkreuzbewegung auch sind, so dürfen wir gleichwohl nicht in unserem Bemühen nachlassen, die Ursachen von Krieg und Not zu bekämpfen“, mahnt Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages in seiner Festrede.
Anders als 1859 leiden heute viel mehr Zivilisten unter den Konflikten: „Was bedeuten Neutralität und Unparteilichkeit, wenn es das erklärte Ziel einer Konfliktpartei ist, die Zivilbevölkerung anzugreifen?“, fragt Günter Nooke, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.
Und der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Dr. Jakob Kellenberger, berichtete über die Herausforderungen an das Rote Kreuz in heutigen Konflikten. Musikalisch untermalt wurde die Feier vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr.
© Fotos: DRK
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