Minen: Wer sie vergisst, ist verloren
Das Rote Kreuz setzt sich mit seinen Schwestergesellschaften in aller Welt für die Opfer von Minen ein. Die Opfer werden medizinisch betreut. Außerdem bekommen die Menschen auch Mikrokredite, um ihnen den Neuanfang zu erleichtern. Die orthopädische Betreuung der Minenopfer ist eine langjährige Verpflichtung, da ein Kind etwa bis zu seinem 16. Lebensjahr jedes Jahr eine neue Arm- oder Beinprothese braucht. Das Rote Kreuz leistet in betroffenen Ländern auch Aufklärungsarbeit über die Gefahren von Minen.
Langfristige Hilfe für Kinder
In Afghanistan unterhält das Rote Kreuz in verschiedenen Teilen des Landes Orthopädie-Werkstätten. Mehr als 80 000 Menschen wurden dort schon behandelt. Die Hälfte von ihnen, darunter viele Kinder, hatte Gliedmaßen verloren. Viele waren vor der Versorgung in der Orthopädiewerkstatt nur unzureichend medizinisch und therapeutisch unterstützt worden. Ärztinnen und Ärzte versorgen die Verwundungen und passen künstliche Arme und Beine an. Dann werden die Menschen auf das Alltagsleben mit ihrem Handicap vorbereitet.
Aufklärungskampagnen gegen Minen
In Kambodscha, wo der wachsende Bevölkerungsdruck immer mehr Menschen auf minenverseuchtes Land treibt, informiert das Rote Kreuz über die Risiken von Blindgängern und Landminen. Dabei arbeiten die Rotkreuzhelfer eng mit den lokalen Behörden zusammen, gehen an Schulen und halten Dorfversammlungen ab.
Spielplätze als Schutzraum
In Aserbeidschan baut das Rote Kreuz Spielplätze, um Kindern Orte zu bieten, an denen sie sicher und ohne Angst spielen können. Bevor der Bau beginnt, werden Blindgänger und Minen sorgfältig geräumt. Da vor allem Kinder im Schulalter als besonders gefährdet gelten, haben die Spielplätze Abenteuercharakter.
Mikrokredite zur Existenzsicherung
In Laos vergibt das Rote Kreuz Mikrokredite, damit Familien sich neue Einkommensquellen wie Kleinviehzucht erschließen können. So soll verhindert werden, dass sie auf Minenfeldern Reis anbauen, Altmetall oder Brennholz sammeln müssen.
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