Muttertag: Immer im Einsatz für die Zukunft ihrer Kinder
Geborgenheit, Liebe und Lebensrat: Eine Mutter ist die erste Bezugsperson im Leben eines Kindes und auch im späteren Leben immer wieder Anker und Ratgeberin. Durch ihre Kraft können sich Kinder erfolgreich entwickeln. Doch in vielen Teilen der Welt haben es Mütter schwer. Die Gesundheitsversorgung ist schlecht oder gesellschaftliche Umstände schwierig. Wir danken allen Müttern – in Deutschland wie weltweit – und schenken statt Blumen und Pralinen eine Geschichte aus der Geburtsklinik von Carrefour, wo drei Mütter ganz unterschiedliche Leben, aber alle den selben Traum haben.

Rachelle wartet seit 17 Tagen auf die Geburt ihres dritten Kindes. "Ich möchte gern alle meine Kinder zur Schule schicken. Zur Zeit kann ich mir das nur für ein Kind leisten." (Foto: DRK)Rachelle wartet seit 17 Tagen auf die Geburt ihres dritten Kindes. "Ich möchte gern alle meine Kinder zur Schule schicken. Zur Zeit kann ich mir das nur für ein Kind leisten." (Foto: DRK)Rachelle wartet seit 17 Tagen auf die Geburt ihres dritten Kindes. "Ich möchte gern alle meine Kinder zur Schule schicken. Zur Zeit kann ich mir das nur für ein Kind leisten." (Foto: DRK)Rachelle wartet seit 17 Tagen auf die Geburt ihres dritten Kindes. "Ich möchte gern alle meine Kinder zur Schule schicken. Zur Zeit kann ich mir das nur für ein Kind leisten." (Foto: DRK)Rachelle wartet seit 17 Tagen auf die Geburt ihres dritten Kindes. "Ich möchte gern alle meine Kinder zur Schule schicken. Zur Zeit kann ich mir das nur für ein Kind leisten." (Foto: DRK)

Die 24-jährige Marie Michelle hat große Pläne für ihren erstgeborenen Sohn Sterling: "Er soll ein intelligenter Schüler werden." Marie hatte Glück: Ihr Haus wurde nicht zerstört, Zuhause wird sie ihr Ehemann erwarten, der sie und ihren Sohn ernähren kann. (Foto: DRK)

Nur wenige Tage ist der kleine, noch namenlose Junge alt. Seine Mutter Debedesit ist 18 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann in einer der Zeltstädte Carrefours, nachdem ihr Haus vom Erdbeben zerstört wurde. Der Zukunftswunsch der Mutter: "Ich wünsche mir ein schönes Haus für meine kleine Familie." (Foto: DRK)

Derzeit ist in der Säuglingsstation nur Platz für sieben Säuglinge, um die sich fünf Ärzte und acht Krankenschwestern kümmern. Ein Anbau ist bereits in der Planung, auch mehr Personal für eine lückenlose Betreuung wird dringend gebraucht. (Foto: DRK)

Nur wenige Räume umfasst die kleine Geburtsklinik. Viele Geräte und medizinische Ausrüstung stammen aus dem Feldhospital des Roten Kreuzes, das kurz nach dem Erdbeben im Fußballstadion der Stadt errichtet und im letzten Dezember wieder abgebaut worden war. (Foto: DRK)

Joselyne hat bereits zwei Mädchen und drei Jungen, nun muss sich die siebenfache Mutter um zwei weitere Kinder kümmern. Nur mit Hilfe ihrer eigenen Mutter kann die Frau ihre Großfamilie durchbringen, denn einen Mann hat sie nicht. (Foto: DRK)

Rotkreuz-Arzt Dr. Zubair Masood und Kinderärztin Dr. Ossemine Pierre-Louis bei der Visite auf der Säuglingsstation. Viele der Kleinkinder werden mit Infektionen oder Hypoxie eingeliefert - ihre Mütter haben sie Zuhause oder auf der Straße geboren. (Foto: DRK)

Kinderärztin Dr. Pierre-Louis ist stolz auf die Neuerungen in der Klinik. Mit der Ausrüstung und Spenden vom DRK konnte ein zweiter OP und ein extra Raum für die Sterilisation medizinischer Geräte geschaffen werden. (Foto: DRK)

Dr. Zubair Masood ist als Kinderarzt seit Beginn des Rotkreuz-Einsatzes für die Erdbebenopfer in Haiti und leitete zuvor die Säuglingsstation des internationalen Feldhospitals. (Foto: DRK)
Mütter-Schicksale in Haiti
Dr. Ossemine Pierre-Louis, leitende Kinderärztin auf der Säuglingsstation, ist selbst Mutter und weiß um die Sorgen der Mütter in der kleinen Geburtsklinik. Viele von ihnen leben in Zelten oder Notunterkünften, wurden verlassen oder können sich kaum das eigene Leben leisten. Manche haben Fehlgeburten erlitten, andere bereits auf der Straße entbunden und kommen nun mit einem kranken Baby in die kostenfreie Behandlung zu ihr. Komplikationen in der Schwangerschaft können in einer Ultraschalluntersuchung diagnostiziert werden. Der größte Wunsch der Ärztin ist "dass keine Kinder mehr sterben müssen, dass wir es uns leisten können, 24 Stunden am Tag die Säuglingsstation mit Ärzten zu besetzen."
Die Mütter und ihr Nachwuchs fühlen sich professionell versorgt. Joselyn zum Beispiel, wurde gerade zum siebten Mal Mutter und ist wohlauf. Ihre Zwillinge werden beide gegen eine Neugeboreneninfektion behandelt und genesen, während die junge Frau sich fragt, wie sie ihre siebenköpfige Kinderschar durchbringen soll. Ihr Zuhause, erzählt Joselyn, ist ein Blechdach, umgeben von Plastikplanen. Ihr Mann ließ sie sitzen.
© Fotos: DRK
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